Was kostet eine Reinigungskraft pro Stunde? Richtpreise 2026
Kurzantwort
Eine Reinigungskraft kostet in der Schweiz üblicherweise CHF 35 bis 60 pro Stunde über eine Firma. Bei direkter Anstellung im Privathaushalt gelten Mindestlöhne, und die Anmeldung bei den Sozialversicherungen ist Pflicht.
Preisbänder — pro Stunde
Ein hoher Preis ist nicht automatisch ein schlechter Preis. Entscheidend ist, ob die Leistung dahinter den Unterschied erklärt.
Günstig
CHF 28–38
Direkte Anstellung. Achtung: Sozialversicherungsbeiträge und Unfallversicherung kommen dazu und sind obligatorisch.
Üblich
CHF 40–55
Reinigungsfirma inklusive Sozialabgaben, Versicherung, Material und Ersatz bei Krankheit.
Hoch
CHF 60–90
Spezialreinigungen, kurzfristige Einsätze, Wochenendtermine oder besonders hohe Qualitätsanforderungen.
Auf einen Blick
- Über Firma
- CHF 40–55 pro Stunde
- Direktanstellung
- AHV-Pflicht ab tiefem Jahreslohn
- Unfallversicherung
- obligatorisch
- Vereinfachtes Verfahren
- bei der Ausgleichskasse
Was den Preis nach oben treibt
- Firma statt Direktanstellung, dafür mit Versicherung und Ersatz
- Material und Geräte durch den Anbieter
- Einsatzhäufigkeit und Dauer pro Termin
- Kurzfristige und Wochenendtermine
Warnsignale in der Offerte
Keines dieser Merkmale beweist für sich Unseriosität — aber jedes ist ein Grund, schriftlich nachzufragen, bevor du unterschreibst.
- Barzahlung ohne Abrechnung angeboten
- Keine Anmeldung bei Sozialversicherungen bei Direktanstellung
- Keine Unfallversicherung für die reinigende Person
- Kein Nachweis der Betriebshaftpflicht bei Firmen
Wo du verhandeln kannst
- Feste wiederkehrende Termine vereinbaren
- Material selbst stellen und Preis entsprechend reduzieren
- Aufgabenliste definieren, damit die Zeit effizient genutzt wird
- Vereinfachtes Abrechnungsverfahren der Ausgleichskasse nutzen
Direktanstellung bedeutet Arbeitgeberpflichten
Wer eine Reinigungskraft direkt anstellt, wird Arbeitgeber — mit Pflicht zur Abrechnung von AHV, IV, EO und ALV sowie zum Abschluss einer obligatorischen Unfallversicherung. Das gilt bereits bei kleinen Pensen; die Grenze für die Beitragspflicht liegt tief. Die Ausgleichskassen bieten ein vereinfachtes Abrechnungsverfahren für Privathaushalte an, das den Aufwand auf ein Formular pro Jahr reduziert. Schwarzarbeit ist keine Sparmassnahme, sondern ein Haftungsrisiko.
Warum eine Firma oft günstiger ist als sie wirkt
Der Stundensatz einer Firma wirkt höher, enthält aber Sozialabgaben, Versicherung, Material und den Ersatz bei Krankheit oder Ferien. Rechnet man diese Positionen bei einer Direktanstellung dazu, nähern sich die Kosten deutlich an. Dazu kommt die Haftung: Verletzt sich eine privat angestellte Person bei dir zuhause ohne Unfallversicherung, wird es teuer. Für die meisten Haushalte ist die Firma deshalb die einfachere und sicherere Lösung.
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Stand Jan. 2026
Häufige Fragen
Ab welchem Lohn muss ich abrechnen?
Die Beitragspflicht setzt bereits bei einem tiefen Jahreslohn ein. Für Privathaushalte gilt eine besondere Regelung — die Ausgleichskasse gibt Auskunft.
Was ist das vereinfachte Verfahren?
Eine vereinfachte Abrechnung für kleine Löhne in Privathaushalten, die AHV und Quellensteuer in einem Schritt erledigt. Sie reduziert den administrativen Aufwand erheblich.
Wer haftet bei einem Schaden?
Bei einer Firma deren Betriebshaftpflicht. Bei Direktanstellung unter Umständen du als Arbeitgeber — prüfe deine Privathaftpflicht auf eine entsprechende Deckung.
Grundlagen und Quellen
- AHVG — Beitragspflicht — Abrechnung von Löhnen in Privathaushalten und vereinfachtes Verfahren
- UVG — Unfallversicherungsgesetz — Obligatorische Unfallversicherung für Angestellte
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