Was kostet ein Immobilienmakler? Richtpreise Schweiz 2026
Kurzantwort
Eine Maklerprovision beträgt in der Schweiz üblicherweise 2 bis 3 Prozent des Verkaufspreises zuzüglich Mehrwertsteuer. Bei hochpreisigen Objekten sinkt der Prozentsatz, bei kleineren Objekten wird teils eine Mindestprovision vereinbart.
Preisbänder — % des Verkaufspreises
Ein hoher Preis ist nicht automatisch ein schlechter Preis. Entscheidend ist, ob die Leistung dahinter den Unterschied erklärt.
Günstig
1,0–2,0 %
Hochpreisige Objekte, Onlinemakler mit reduziertem Leistungsumfang. Leistungen genau prüfen.
Üblich
2,0–3,0 %
Vollmandat mit Bewertung, Dokumentation, Vermarktung, Besichtigungen, Verhandlung und Begleitung bis zur Beurkundung.
Hoch
3,5–5,0 %
Schwierig verkäufliche Objekte, kleine Verkaufspreise mit Mindestprovision oder umfangreiche Vorbereitungsleistungen.
Auf einen Blick
- Übliche Provision
- 2–3 % plus MWST
- Verhandelbar
- ja, besonders bei hohen Preisen
- Exklusivität
- befristen
- Fälligkeit
- meist bei Beurkundung
Was den Preis nach oben treibt
- Verkaufspreis als Bemessungsgrundlage
- Leistungsumfang von Basispaket bis Vollmandat
- Schwierigkeit der Vermarktung
- Zusätzliche Leistungen wie Home Staging und professionelle Fotografie
Warnsignale in der Offerte
Keines dieser Merkmale beweist für sich Unseriosität — aber jedes ist ein Grund, schriftlich nachzufragen, bevor du unterschreibst.
- Exklusivvertrag über lange Dauer ohne Ausstiegsmöglichkeit
- Provision auch bei Eigenverkauf geschuldet
- Leistungsumfang nicht schriftlich definiert
- Vorschüsse für Vermarktungskosten ohne Abrechnung
Wo du verhandeln kannst
- Provisionssatz ist verhandelbar, insbesondere bei hohen Verkaufspreisen
- Exklusivität zeitlich befristen
- Leistungskatalog schriftlich festhalten
- Erfolgsbasierte Vergütung ohne Vorschüsse vereinbaren
Den Leistungsumfang schriftlich festhalten
Zwischen einem Basispaket und einem Vollmandat liegen Welten: professionelle Fotos, Grundrisse, Verkaufsdokumentation, Inserate auf mehreren Plattformen, Bonitätsprüfung der Interessenten, Durchführung aller Besichtigungen, Preisverhandlung und Begleitung bis zur Beurkundung. Halte fest, was genau geschuldet ist. Ein Provisionssatz ohne Leistungskatalog ist keine Grundlage für einen Vergleich zwischen Anbietern.
Exklusivität und Provisionsanspruch
Ein Exklusivmandat gibt dem Makler Sicherheit und rechtfertigt höheren Einsatz — es bindet dich aber. Befriste es auf drei bis sechs Monate mit Verlängerungsoption. Achte zudem auf die Klausel, ob die Provision auch geschuldet ist, wenn du selbst einen Käufer findest. Diese Bestimmung ist verbreitet und wird selten gelesen; sie kann bei einem Verkauf an Bekannte einen fünfstelligen Betrag auslösen.
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Schweizer Daten 2026
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Stand Jan. 2026
Häufige Fragen
Wer zahlt die Provision?
In der Schweiz üblicherweise der Verkäufer, sofern nichts anderes vereinbart ist. Eine Teilung oder Übernahme durch den Käufer ist möglich, aber die Ausnahme.
Wann ist die Provision fällig?
Üblicherweise bei Abschluss des Kaufvertrags, also mit der öffentlichen Beurkundung. Vorschüsse vor einem Verkaufserfolg sind unüblich.
Lohnt sich der Verkauf ohne Makler?
Bei einfach verkäuflichen Objekten in gefragten Lagen kann er funktionieren. Der Aufwand für Dokumentation, Besichtigungen und Verhandlung wird jedoch regelmässig unterschätzt.
Grundlagen und Quellen
- OR Art. 412 ff. — Mäklervertrag — Provisionsanspruch, Fälligkeit und Ausgestaltung
- SVIT — Schweizerischer Verband der Immobilienwirtschaft — Branchenübliche Leistungen und Standesregeln
Redaktionell aufbereitete Informationen ohne Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Alle Beträge sind Richtwerte für 2026 und können je nach Kanton, Anbieter und persönlicher Situation abweichen. Keine Provisionen, keine bezahlten Platzierungen.
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